Einbruchsicherung

Um Werte und Eigentum gegen Einbrecher und Vandalismus zu schützen, können Sie auf vielfältige Beratungsstellen, Broschüren, Empfehlungen etc. zurückgreifen.
Einfachster Schutz ist sicherlich, Wertgegenstände nicht offen und unbeaufsichtigt liegen zu lassen sowie Türen und Fenster zu schließen, wenn Sie nicht zu Hause sind.

Nutzen Sie die fachkundige Beratung der Polizei. In jeder größeren Stadt gibt es (Kriminal-)Polizeiliche Beratungsstellen. Hier können Sie sich kompetent über die Möglichkeiten der Einbruchsicherung informieren.
Sie erhalten produktneutrale und vor allem kostenlose Informationen über einbruchhemmende Türen und Fenster, nachrüstbare einbruchhemmende Fenster- und Türenbeschläge, Schlösser, Schließfächer usw.
Eine Übersicht über geprüfte und zertifizierte einbruchhemmmende Produkte - ein "Herstellerverzeichnis" mit Firmenanschriften und Widerstandsklassen der Produkte - gibt das Bayerische Landeskriminalamt im Auftrag der Zentralen Geschäftsstelle der Kommission Polizeiliche Kriminalprävention (KPK) unter www.polizei.bayern.de/schuetzenvorbeugen/beratung/technik/index.html/449.

Werte und Eigentum gegen Einbrecher und Vandalismus schützen Aber auch verschlossene Gebäude sind nicht gleich als sicher zu bezeichnen, hohe Einbruchzahlen stehen dafür. Schützen Sie sich und Ihr Eigentum, nachfolgend ein paar Tipps.
Für Fenster werden gerade in den unteren Etagen Sicherheitsglas, abschließbare Fenstergriffe und spezielle Rahmen empfohlen, die ein Aufhebeln mindestens erschweren. Türen sollten Einbruch-hemmend ausgestattet sein: Massives Holz oder anderes festes Material verhindert das Eintreten oder Durchschlagen, geprüfte fest in der Wand verankerte Türzargen einer hohen Widerstandsklasse und Mehrfachverriegelung erschweren das Aufhebeln. Für Türschlösser werden Schließzylinder empfohlen, die mit dem Sicherheitsbeschlag abschließen und so keine Angriffsmöglichkeit bieten. Hochwertige Profilzylinder lassen sich neben mechanischen Angriffen auch gegen Nachsperren und Nachschließen schützen, fachgerecht montierte Einsteckschlösser komplettieren eine Einbruch-hemmende Tür.
Elektronische Türschlösser öffnen oder verriegeln Sie per Fernbedienung oder Zahlencode.

Wenn jemand versucht sich gewaltsam Zugang über Fenster oder Türen zu verschaffen, kann eine Alarmanlage eine Meldung an die nächste Polizeidienststelle oder einen Sicherheitsdienst weiterleiten. Gleichzeitig wird ein lautes akustisches Signal Einbrecher häufig vertreiben, ohne dass sie noch mehr Schaden anrichten.

Praktische Steckdosen an der Außenseite Ihres Hauses z. B. auf der Terrasse rüsten Sie am besten mit einem Schalter im Inneren des Hauses aus, um die Stromzufuhr nachts oder wenn Sie nicht im Haus sind zu unterbrechen. So vermeiden Sie, dass Einbrecher z. B. mitgebrachte elektrische Geräte nutzen, um einfacher in Ihr Haus zu gelangen. Denn Einbrecher informieren sich oft im Vorfeld über das Objekt ihrer Begierde, spähen die Gegebenheiten aus.

Mit einer Haussteuerungsanlage können Sie durch vorherige Programmierung oder Fernsteuerung Anwesenheit simulieren. Während Sie den Wochenendtrip oder den Urlaub genießen, schaltet sich bei Ihnen zu Hause in unregelmäßigen Abständen das Licht ein und aus und Rollläden und Jalousien öffnen und schließen sich.

Sehr wichtig für die Sicherheit in einem Wohngebiet sind aufmerksame Nachbarn. Wenn Sie Bescheid sagen, wenn Sie mal ein paar Tage nicht da sind, wird Ihr Nachbar bei auffälligen Personen an Ihrem Haus genauer hinschauen und bei Bedarf die Polizei anrufen. Ebenso würden Sie sich sicherlich auch verhalten.
Einbrecher kommen meistens nicht spontan, sie kundschaften das Objekt der Begierde vorher aus. Seien Sie aufmerksam und misstrauisch, wenn fremde Personen offensichtlich Ihr Haus oder das der Nachbarn beobachten oder sogar fotografieren. Eventuell können Sie die Person ansprechen und sie fragen, ob jemand gesucht wird. So zeigen Sie, dass Sie die Person registriert haben. Oft kann das schon abschreckend wirken oder aber ein etwaiges Missverständnis geklärt werden.

Sorgen Sie vor für den Fall, dass doch einmal Einbrecher Ihr Haus oder Ihre Wohnung heimsuchen, um sich wenigstens die Chance auf Rückgabe Ihres Eigentums zu sichern.
Fertigen Sie eine Wertsachenliste an, auf der z. B. Ihre hochwertige Fotoausrüstung, Fernseh- und Radiogeräte, Computer, Schmuck, Bilder oder Skulpturen mit genauer Beschreibung, Gerätenummer etc. aufgeführt sind. Diese Liste ist in einem Bankschließfach oder Banksafe gut aufgehoben.
Entsprechend geeignete Wertgegenstände werden am besten mit einer Gravur, UV-Stiften oder Permanentmarker individuell gekennzeichnet. Einige Bundesländer bieten für den maritimen Bereich die Codierung über die Anwendung F.I.N.S., bundesweit auch als E.I.N. Eigentümer-Identifizierungs-Nummer bekannt, an. Die E.I.N. ist eine Verschlüsselung aus Wohnort, Straße, Hausnummer und Initialen des Eigentümers. An Ihrem Boot, Bootsmotor oder Ihrer nautischen Ausrüstung wird diese Verschlüsselung als Gravur angebracht, zusätzlich wird mit einem speziellen Aufkleber auf die Gravur hingewiesen und so abschreckend auf Diebe gewirkt. In einem Bootspass werden die Verschlüsselung und die markierten Gegenstände eingetragen. Diese Maßnahme ist für die teilnehmenden Sportbootfahrer kostenlos.
Wertgegenstände, die für eine Gravur oder andere Kennzeichnung nicht in Frage kommen, sollten farbig fotografiert werden. Diese Fotos legen Sie zu Ihrer Wertsachenliste ins Bankschließfach oder in den Banksafe.
Wird Diebesgut gefunden, können mittels vorgenannter Maßnahmen die Wertgegenstände ihrem Besitzer zugeordnet und zurück gegeben werden.




 
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