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Sie haben ein Grundstück erworben - in einem neuen Wohngebiet, unweit Ihrer derzeitigen Wohnung, in der Nähe Ihrer Arbeitsstelle oder genau dort, wo Sie schon immer wohnen wollten? Jetzt kommt das Wichtigste: Ihr neues Haus. Die aufregende und manchmal auch aufreibende Zeit der Feinplanung.
Welcher Haustyp passt zu mir und meinem Geldbeutel? Fertigteil- oder
Massivhaus, mondänes Designerhaus oder naturverbundenes Bauernhaus,
wie darf mein Grundstück bebaut werden, welche Grenzen sind einzuhalten,
welche Vorgaben oder Einschränkungen gibt es, welche Farben und Formen
kommen in Frage, welche Dachform, Carport oder Garage, mit oder ohne Keller
... Antwort auf etliche Fragen erhalten Sie mit einer unverbindlichen
Bauvoranfrage. Sie klärt, ob und mit welchen Auflagen Sie eine
Baugenehmigung erhalten können. Sinnvoll ist eine Bauvoranfrage vor
Erwerb des Grundstücks, wenn kein qualifizierter Bebauungsplan vorliegt.
Die Bauvoranfrage ist schriftlich zu stellen, sie ist kostenpflichtig und
kann in einigen Bundesländern formlos gestellt werden. Je genauer die
Anfrage formuliert ist, umso eindeutiger und genauer ist die Antwort.
Den Hausbau, auch einen Umbau oder Abriss, dürfen Sie erst beginnen,
wenn Sie eine Baugenehmigung haben. Diese wird auf Ihren Bauantrag,
Bauänderungs- oder Abbruchsantrag hin von der Bauaufsichtsbehörde
erteilt.
Im Vorfeld geplant werden müssen auch die Details wie Grundriss,
Fenster und Fensterverkleidungen, Dach, Isolierung, Kamin, Garten,
Wintergarten, Terrasse, Heizung und Warmwasser, Haussteuerungsanlagen,
Einbruchsicherung und natürlich die Baufinanzierung und Bauversicherung.
Informieren Sie sich nachfolgend über einzelne Punkte, lassen Sie sich
von den Spezialisten der einzelnen Fachgebiete beraten und besuchen Sie
Musterhäuser.
Vereinbaren Sie lieber einmal öfter im Vorfeld einen Beratungstermin,
damit Sie mit den einmal getroffenen Entscheidungen viele Jahre zufrieden
leben und wohnen.
Zudem sparen Sie mit einer sorgsam durchdachten Planung und Vorbereitung einiges
an überraschenden Folgekosten.
Wenn Sie Besitzer einer älteren Immobilie sind oder im Begriff sind
eine zu erwerben, stehen früher oder später umfangreiche
Sanierungsmaßnahmen an: Feuchtschäden beseitigen, Dach erneuern,
energetische Sanierung ...
Für die meist hohen Investitionskosten können Sie staatliche
Zuschüsse beantragen und sich mittels verschiedener Förderprogramme
unterstützen lassen. Wichtig ist, die Förderung vor Bau- bzw.
Sanierungsbeginn zu beantragen. Nachträglich werden keine Fördermittel
gewährt.
Lassen Sie sich umfangreich beraten, welche Maßnahmen nötig sind,
in welcher Reihenfolge sie erfolgen sollten, was zu beachten ist und welche
Förderungen im einzelnen möglich sind. Einige Fördermittel
lassen sich gut kombinieren.
Kostengünstige Beratungen bieten z. B. die Verbraucherzentralen. Selbst
für die Energieberatung vor Ort gibt es Fördermittel: Das Bundesamt
für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zahlt bis zu 360 Euro.
Wohl bekanntester Kreditgeber in Deutschland ist die KfW Bankengruppe. Der
Großteil ihrer Förderung floss 2007 in drei Programme: das
CO2-Gebäudesanierungsprogramm, das Programm "Wohnraum Modernisieren
ÖKO PLUS" und das Neubauprogramm "Ökologisch bauen"
für Passiv- und Energiesparhäuser (ESH 40).
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