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Ein Keller befindet sich ganz oder überwiegend unterhalb der Erdoberfläche. Im Normalfall ist er immer ein Nutzraum und selten ein Wohnraum, damals wie heute. Ursprünglich wurde er angelegt, um die stabilen kühleren Temperaturen im Keller für die Lagerung von Lebensmitteln zu nutzen. Heute ist dieser Zweck eher in den Hintergrund gerückt, da moderne Kühlmethoden einen Keller für diesen Zweck häufig überflüssig machen.
Die Nutzung ist vielfältig, je nach Nutzung und Bauart werden dem Keller unterschiedliche Namen gegeben: Heizungskeller, Waschküche, Hausanschlusskeller, Hobby- oder Partykeller, Wein, Bier- oder Eiskeller.
Auch der Name Sekt- oder Bierkellerei ist auf die Nutzung des Kellers als
Lager zurückzuführen, obwohl heute die Lagerung häufig in
wärmegedämmten Tanks mittels moderner Kältetechnik erfolgt.
Richten Sie sich im Keller Ihren eigenen Fitnessraum ein, vielleicht sogar mit einer kleinen Sauna. Mit ein paar Geräten wie Hantelbank und Hometrainer können Sie unabhängig von Öffnungszeiten oder Wetter für Ihre Gesundheit trainieren und schwitzen.
Der Hausherr wird sicher seine eigene kleine Werkstatt haben wollen. Und die ist im Keller gut aufgehoben. Hier lassen sich die Werkzeuge übersichtlich und griffbereit verstauen, viele Reparaturen selbst erledigen und kreative Ideen ausleben. Und auch der Sohn oder die Tochter kann sich mit dem Papa an ersten Handwerksarbeiten ausprobieren. Wie wäre es mit einem Vogelhäuschen für den Garten oder einem selbst gebauten und bemalten Regal?
Räume im Keller sind gut geeignet, sich seinen separaten Partyraum zu
gestalten. Z. B. mit einer Bar und einem Billardtisch, der zu einem großen
Tisch für eine Poker- oder Monopoly-Runde oder auch als Festtafel werden
kann. So haben Sie für jede Gelegenheit und jede Feier einen Raum parat.
Oder Sie platzieren hier die Spielekonsole und Sie oder die Kinder können
mit Freunden stundenlang lang "zocken", während der Rest der
Familie ungestört fernsieht, liest oder schläft.
Die Grundplatte des Kellers besteht meistens aus Beton, die Wände
ebenfalls aus Beton oder Mauerwerk. Wenn die tragenden Konstruktionen selbst
wasserundurchlässig sind, z. B. beim Einsatz von WU-Beton, spricht man
von der sogenannten "weißen Wanne". Wird die Konstruktion
extra abgedichtet, wird dies als "schwarze Wanne" bezeichnet.
Gebäude mit Keller, die nach 1930 gebaut wurden, sind in der Regel
auch gegen anstehendes Wasser abgedichtet. Anders wurde der Bau eines Kellers
ab dieser Zeit nicht mehr geplant.
Der Bau eines Kellers, auch als Souterrain oder Untergeschoss bezeichnet,
ist häufig deutlich teurer als der Bau oberhalb der Erdoberfläche.
Bei Neubauten wird die Fläche genau geplant und so klein wie möglich
gehalten.
Da die Ver- und Entsorgungsleitungen (Gas, Wasser, Elektrizität,
Kommunikation) üblicherweise unterirdisch verlegt sind, ist auch der
Hausanschlussraum unterirdisch und meist große Teile der
Gebäudetechnik wie Heizungs- und Klimaanlagen, Aufzugsmaschinenräume
in Kellerräumen eingerichtet.
In Mehrfamilienhäusern steht den Mietern im Keller ein Raum für die Lagerung persönlicher Dinge wie Fahrräder, Vorräte, Werkzeug, Sportausrüstung etc. zur Verfügung. Häufig sind im Keller auch Wasch- und Wäschetrockenräume untergebracht. Vorzugsweise werden auch Tiefgaragen im Untergeschoss eingeplant.
Beim Neubau eines Kellers werden verschiedene Maßnahmen ergriffen,
um das Eindringen von Nässe zu verhindern. So wird in die Fundamentplatte
eine Drainage eingebaut und die Außenwände erhalten neben dem
Schutz-/Voranstrich eine Putzschicht aus einer Bitumenmasse und
Polysterol-Drainageplatten. Dazwischen kommt noch eine Schicht aus Vlies-Stoff,
um ein Verschmutzen der Drainageplatten zu verhindern. Soll der Keller als
Wohnraum genutzt werden, müssen die Räume zusätzlich
wärmeisoliert werden. Die Isolierung wird zwischen Bitumenanstrich und
Drainageplatten angebracht.
Eine schnellere Alternative ist, den Keller komplett aus WU-Beton zu bauen,
da er so schon einen guten Schutz gegen Feuchtigkeit von außen hat.
Für die Nutzung als Wohnraum bekommt er dann nur noch die Wärmeisolierung.
Nachteil dieser Bauweise ist die geringere Atmungsaktivität. Eine gute
Lüftung zur Luftfeuchteverringerung ist notwendig.
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