Solarenergie

Ohne die Sonne wäre ein Leben auf der Erde undenkbar. Die Wärme und das Licht sorgen dafür, dass Menschen, Tiere und Pflanzen existieren können.

Sonnenenergie nutzen Die Energie der Sonne ist annähernd konstant, an der Grenze der Atmosphäre beträgt die Intensität der Sonneneinstrahlung ca. 1,367 kW/m² (Solarkonstante). Ein Teil der Sonnenenergie wird durch Bestandteile der Atmosphäre resorbiert und absorbiert, der größte Teil gelangt bis zum Erdboden.
Die Erdoberfläche und oberflächennahe Schichten werden erwärmt, die Pflanzen nutzen das Sonnenlicht für die Photosynthese. Pflanzen dienen uns Menschen und den Tieren als Nahrung, wir nutzen die Pflanzen für die Gewinnung von Brenn- und Baustoffen.
Zunehmend rückt auch die direkte Nutzung der Sonneneinstrahlung zur Energiegewinnung in den Vordergrund, denn steigende Energiepreise sowie die Verknappung fossiler Energieträger wie Erdöl, Erdgas und Kohle erfordern ein Umdenken und das Erschließen neuer und vor allem erneuerbarer Energiequellen.

Stromgewinnung durch Windenergie Die Sonne sorgt für wechselnde Temperaturen und Luftdruckunterschiede - Wind entsteht. Diesen können wir mit Windkraftanlagen für die Energiegewinnung nutzen.
Ein großes und zukunftsträchtiges Thema ist die Nutzung der Sonnenenergie zur Erzeugung von Wärme (Heizung) und Strom über Solar- oder Photovoltaik-Anlagen.
Da die Intensität der Sonneneinstrahlung schwankt, abhängig vom Breitengrad, Höhenlage, Witterung, Tageszeit, ist sie als alleinige Energiequelle nicht ausreichend. Eine Anlage zur Energiegewinnung mit Hilfe der Sonne ist immer eine ergänzende Anlage, jedenfalls nach heutigen Maßstäben.
Solarenergie ist noch relativ teuer, ihre Nutzung wird aber in vielen Ländern gefördert, weil sie als erneuerbare Energie eine Energie der Zukunft ist. In Deutschland ist die Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelt. Da die Energie der Sonne praktisch kostenlos ist, rechnet sich eine thermische Solaranlage nach wenigen Jahren durch die Einsparung von Heizöl oder anderer Brennstoffe.

Vor der Installation sollte klar sein, ob die Anlage zur Warmwasserbereitung, zur Unterstützung der Heizung oder zur Stromerzeugung genutzt werden soll. Oder natürlich Kombinationen. Spätere Umstellungen sind aufwändig und meistens sehr teuer.
Die Kollektoren werden am besten auf einem geneigten Dach installiert, auf den oder anstelle der Ziegel. Als Vordach montiert sind sie zugleich Sonnen- und Wetterschutz für die darunter befindliche Terrasse oder den Balkon. Für die Installation auf Flachdächern gibt es spezielle Montagegestelle. Den größten Ertrag bringen nach Süden ausgerichtete Anlagen, gefolgt von südwestlicher Ausrichtung.

mit Solar- oder Photovoltaik-Anlagen die Sonnenenergie nutzen Mit Solarenergie können heute schon Besitzer von Einfamilienhäusern Warmwasser erzeugen oder die Heizung unterstützen. Grundbestandteil einer thermischen Solaranlage sind die Solarkollektoren. Zum Einsatz kommen Flachkollektoren oder Röhrenkollektoren, die zwar teurer aber auch effektiver als Flachkollektoren sind.
Für einen Vier-Personen-Haushalt reichen schon ca. 6 m² Flachkollektoren oder 4 m² Vakuum-Röhrenkollektoren für die Warmwasserbereitung. Um die Sonnenenergie auch für die Heizung zu nutzen, sind es rund 16 bzw. 12 m².
Mit der Nutzung einer eigenen Solaranlage lassen sich bei einer vierköpfigen Familie und einem 150 m² Haus 40 bis 60 % Energie für die Warmwasserbereitung einsparen.

Photovoltaik-Anlagen erzeugen mit Hilfe der Sonnenenergie Strom, der nach dem "Stromeinspeisegesetz" in das öffentliche Netz eingespeist wird, also nicht gleich selbst verbraucht oder genutzt wird. Für den eingespeisten Strom erhält der Betreiber der Anlage eine gesetzlich garantierte Vergütung.

Der Energiebedarf der gesamten Weltbevölkerung könnte durch Solarenergie abgedeckt werden: auf einer Fläche von rund 700 x 700 km in der Sahara. Allerdings nur rein theoretisch, allein das Leitungsproblem wäre ein erhebliches.
Doch ein Konsortium aus 20 Firmen steht bereits in den Startlöchern, um dieses ehrgeizige Projekt umzusetzen. Mit dem weltgrößten Rückversicherer Münchener Rück an der Spitze planen namhafte Energieunternehmen eine Investition von ca. 400 Milliarden Euro in das Projekt "Desertec". Solarthermische Kraftwerke könnten dann z. B. in den Wüsten Afrikas und im Mittelmeerraum Strom aus Sonnenenergie gewinnen, der auch nach Europa geleitet wird.

Erneuerbare Energien als Energien der Zukunft Vorteile der Sonnenenergie: sie ist Tag für Tag verfügbar, bei der Umwandlung in Wärme oder Strom entstehen keine umweltschädlichen Abfallprodukte, es sind kleine dezentrale Anlagen möglich.
Nachteile bestehen z. B. in der noch teuren und aufwändigen Produktion der Sonnenkollektoren und Photovoltaikzellen und der schwankenden Verfügbarkeit der Sonnenenergie. Ein weiterer Nachteil ist auch, dass Sonnenenergie dort, wo viel Energie für Wärme und Licht gebraucht wird (z. B. im hohen Norden), die Sonneneinstrahlung verhältnismäßig gering ist.




 
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